Master of Gadget Grafikkarten Upgrade
Master of Gadget Grafikkarten Upgrade

Michi upgraded seine Grafikkarte

Wie schwierig kann es schon sein?

Prolog

Im Sommer 2020 hat Microsoft seit über 14 Jahren wieder einen neuen Flugsimulator veröffentlicht. Wie der eine oder andere weiss, bin ich nicht mehr der Allerjüngste und so darf ich mich noch zur Altersgruppe zählen, die schon die eine oder andere Flugsimulator-Version erlebt hat. Ich weiss noch genau, wie ich als kleiner Bub bei einem Vater eines Kollegen das erste Mal einen Flug mit dem Flugsimulator miterleben durfte. Auch wenn das verglichen zu heute lächerlich war, so war es für damalige Verhältnisse eine Offenbarung.

Irgendwo zwischen Lächerlichkeit und Nostalgie: Die frühen Flugsimualtoren (ab 1982)

MSFS2020 ohne Hardware-Upgrade?

Früher war es so, dass mit jeder neuen Version des Flugsimulator fast zwangsläufig auch ein neuer PC her musste. So war ich dann doch etwas verwundert, als vor ein paar Monaten die Ankündigung von Microsoft kam, dass eine neue Version ansteht und das man auch mit einem durchschnittlichen Computer die neuste Version erleben könne. In einem weiteren Test werde ich noch genauer auf den Flugsimulator und vor allem die optimale Steuerungshardware zu sprechen kommen. Aber um es vorweg zu nehmen, das grafische Erlebnis bei einem Flug mit der neusten Flugsimulator-Generation ist eine wahre Wucht. Umso erstaunter war ich, als ich die ersten Bilder sah. Kann es wirklich sein, dass mein 4-jähriger Computer mit einer NVIDIA GeForce GTX 970 und einem Intel Core i7-6700 Prozessor da mithalten kann? Gemäss Microsoft zumindest entspricht mein Computer ziemlich genau den Empfehlungen. (Hier nachlesen)

Nope…

Im August habe ich dann zum Release-Datum den Flugsimulator heruntergeladen. Ging auch schnell – nur rund 20 Stunden *hüstel*. Es handelte sich ja auch lediglich um eine Datenmenge von fast 150 Gigabyte… Als dann alles heruntergeladen und installiert war, habe ich mich voller Vorfreude vor den Computer gesetzt und gestartet. Ja, und dann kam die grosse Ernüchterung. Da lief so ziemlich gar nichts. Ladezeiten im 5-Minuten-Format, Flüge, welche ruckelten als wäre man in harten Turbulenzen. Daraufhin habe ich nochmals überprüft, ob ich mich eventuell doch bezüglich den Anforderungen getäuscht habe. Dem war aber nicht so. Erste Recherchen haben mir dann aber gezeigt, dass ich nicht der Einzige bin mit dem Problem. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass es Leute gab, bei denen lief in vergleichbarer Konfig alles problemlos.

Evaluation & Auswahl

Eigentlich bin ich nicht der Typ „PC-Bastler“ und „FPS-Tuner“. Aber ich habe mich dann trotzdem mal intensiv mit Grafikbenchmarks auseinandergesetzt und in verschiedenen Foren die ein oder andere Frage gestellt. Quintessenz war, dass ich es mit meinem Setup so vergessen kann das Spiel auch nur annährend flüssig spielbar zu machen. Für meinen Test, welchen ich STEG aber versprochen habe, wollte ich aber den Flugsimulator testen. Was nun?

Neuer PC?

Aufrüsten?

Nie wieder zocken?

Ich habe mit Beni von STEG Kontakt aufgenommen und mal gefragt, was wir für Optionen hätten. Natürlich wäre ein Neukauf eines Computers eine Variante gewesen, aber eigentlich auch schade, weil mein aktueller Desktop im Grunde ganz gute Voraussetzungen hat (grosser, modularer Tower, 16 GB RAM, starkes Netzteil). Zudem müsste doch tendenziell ein Upgrade günstiger sein als gleich ein Neukauf. Beni hat dann mal intern bei einem Spezialisten nachgefragt, ob und welches Upgrade eine Möglichkeit wäre. Die Antwort war dann mehr als brauchbar: Ich erhielt eine genaue Auflistung, welche Komponenten sinnvoll wären, um damit ein gutes Spielerlebnis zu erziehlen. Ich habe dann beschlossen, die Grafikkarte mit einer Gigabyte NVIDIA GeForce RTX 2070 2X 8G auszutauschen sowie eine zusätzliche Samsung Solid State Disk 860 QVO mit 1 TB einzubauen. An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an das STEG-Team für die Tipps und Einschätzungen. 🙏

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Selbst ist der Mann

Die einzige offene Frage war noch, ob ich den Einbau/Umbau selbst bewerkstelligen kann. Das traute ich mir auf jeden Fall zu. Meine Befürchtungen gingen mehr in die Richtung, ob auch alles kompatibel zueinander sein würde. In den Anfangstagen meiner digitalen Karriere habe ich auch schon die eine oder andere Aktion im Stil von «Ich bau mir meinen Computer selbst zusammen» durchgeführt. Das hat praktisch nie geklappt. Immer war was, dass dann nicht funktioniert hat. Aber vielleicht siehts ja heute im Jahr 2020 anders aus. Let’s try!

Aus- und Einbau

Als alles Material eingetroffen ist, war ich dann doch etwas nervös, ob alles funktioniert und ich mir nicht etwas «zerschiesse». Darum noch kurz Backup der wichtigsten Daten machen, ein Foto schiessen, wie aktuell alles angeschlossen ist und dann gings los. Hmmm…. Was soll ich nun erzählen?

Tipp

👉 vor heiklen Operationen immer ein vollständiges Backup durchführen.

Die grösste Herausforderung war herauszufinden, wie man den Lock-Mechanismus löst, der die alte Grafikkarte fixiert (YouTube hilft immer). Im Anschluss die neue Grafikkarte einbauen, zusätzliche SSD eingebauen, beides mit den entsprechenden Adaptern anschliessen. Und fertig. Zumindest physisch.

Dann kommt der grosse Moment

wenn man das erste Mal den Computer wieder einschaltet.

Strom an😬
Kommt ein Bild?😊
Wieso ist die Auflösung so schlecht?🙄
GeForce Ready Treiber installieren…💡
Reboot, nichts gebracht, bitte nicht, wieso?😩
Mal noch Windows Update prüfen, nichts.🧐
Was würde ein Supporter tun..🤔
„Haben Sie schon/nochmals neugestartet?“😆
Et voilà, die Anzeige ist so, wie sie sein soll!😁👌

Das ging ratzfatz und innert rund 40 Minuten (inkl. zwei Reboots) hatte ich meinen Computer upgegraded. Nice! Ein erster Test für einen Grafikbenchmark hat mir dann auch gezeigt, dass die Gesamtleistung um Faktor 2-3 besser ist. Ob echt der Flugsimulator 2020 nun auch endlich flüssig läuft?

Vorher
Und Nachher

Yes, tut er. Kein Vergleich zu vorher. Es ist zwar noch immer nicht möglich, dass ich den Flugsimulator in 4K auf höchsten Details spielen kann (dafür müsste sonst noch ein bisschen was ausgetauscht werden). Aber ein flüssiges Spielerlebnis in 1080p mit hoher Bildwiederholungsfrequenz und hohem Detailreichtum ist nun gegeben. Also nichts wie ins Cockpit!

[radio noise] „Ladies and Gentlemen, this is your captain speaking. We are now ready for Take-Off!“

Fazit

Der eigenständige Einbau/Ausbau einer Computer-Komponente, in diesem Fall der Grafikkarte, ist keine Hexerei. Wichtig ist, dass man kompatible Hardware auswählt. Aber dafür gibt es ja die Beratung von STEG Electronics.

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