Lumos Street
Lumos Street

Michi testet einen smarten Velohelm

Was taugt der Lumos Street?

Seit Corona ist vieles neu. Das muss ich Ihnen nicht erzählen. Etwas, was sich dabei für mich sehr stark verändert hat, ist der Bezug zu den öffentlichen Verkehrsmitteln. Vor Corona war das Pendeln mit dem Zug für mich etwas sehr Positives – auch wenn es Zeit gefressen hat. Seit Corona habe ich ein etwas mulmiges Gefühl. Natürlich ist es nicht so, dass ich mich nicht mehr in die öffentlichen Verkehrsmittel getrauen würde, keinesfalls. Fakt ist aber, dass die Wahrscheinlichkeit in den ÖV angesteckt zu werden, oder dass man in Quarantäne muss, weil man sich in der Nähe einer infizierten Person befunden hat, wesentlich grösser ist, als wenn man keine ÖV nutzt. Mit dem Auto zur Arbeit zu fahren ist aber in der Stadt Zürich auch fast keine Option. Darum habe ich mir – wie wohl auch viele andere Leute – ein E-Bike gekauft, radle (darf man das überhaupt sagen?) nun damit täglich in die City und tue damit auch ein Fünkchen für meine Gesundheit.
Etwas, was mir dabei aber etwas Kopfzerbrechen macht, ist die Unfallgefahr. Kleine Anmerkung: womöglich hebt sich die Gefahr durch mein Pendeln mit dem E-Bike gegenüber der Gefahr einer Ansteckung mit Corona ja wieder auf🤓🙈.

Da mein Arbeitsweg über viel befahrene Strassen geht und dichter Verkehr die Regel ist, ist es darum essenziell, dass ich einen guten Helm habe. Wie es sich natürlich für den Master of Gadgets gehört, kann das nicht einfach ein normaler Helm sein. Nein, es muss ein Gadget-Helm sein. Und da sticht eine Marke heraus: Lumos. Ursprünglich aus einem Kickstarter Projekt entstanden, hat sich Lumos im Markt etabliert und bietet mittlerweile verschiedene Modelle an. Ich habe dabei das Modell „Lumos Street“ getestet. Was nun aber an dem Helm so «Gadgetmässig» ist, werde ich euch auf den folgenden Zeilen näherbringen.

Unboxing

Der Helm kommt in einer zu erwartend grossen Box daher. Diese ist aber unerwartet schwer. Das Auspacken ist dabei dann aber eine sehr positive Erfahrung. Der Helm selbst ist in weissem Seidenpapier eingewickelt und macht einen sehr wertigen Eindruck.

Neben dem Helm selbst hat es noch diverses Zubehör, ein Handbuch sowie vier «Jasskarten». Auf den Karten werden die wichtigsten Informationen zur «Inbetriebnahme» aufgeführt. So wird einerseits auf die zugehörige App hingewiesen, anderseits gibt es eine Kurzanleitung, wie man den Helm optimal an die eigenen Tragebedürfnisse anpasst. Ebenfalls zum Lieferumfang gehört die Fernsteuerung des Helms fürs Blinken – dazu aber später mehr.

Inbetriebnahme

Beim Bestellen des Helms war ich etwas überrascht, dass es nur ein «One-Size-Fits-All» gibt. In der Regel muss man seinen Kopfumfang messen und dann die entsprechende Grössekategorie kaufen. Kann das gut kommen mit einem Modell für alles? Ich bin bezüglich Helme etwas empfindlich. Ist er zu eng, bekomme ich recht zügig Kopfschmerzen. Hat er zu viel Spielraum, ist es ebenfalls unangenehm und die Schutzwirkung relativiert sich bekanntlich. Ich kann euch aber beruhigen. Noch nie habe ich so einen bequemen und gutsitzenden Helm getragen. Durch die mitgelieferten Pads, welche verschiedene Grössen/Dicken besitzen, kann man den Helm perfekt auf die eigenen Bedürfnisse anpassen. Ich setze dabei auf einen Mix aus verschiedenen Pads, welche eine unterschiedliche Dicke haben.

Neben dem Einrichten des Helms selbst, gehört auch die Anbringung der Fernblinker-Steuerung dazu. Die Halterung dazu kann sehr einfach mit zwei Gummibändern am Lenker befestigt werden. Zuerst war ich etwas skeptisch ob das wirklich hält. Nachdem ich nun aber einige Wochen damit herumgekurvt bin, kann ich versichern, dass dem so ist. Die eigentliche Fernsteuerung kann man dann einfach «anclippen», wenn man sie braucht. Mit der Fernsteuerung kann man die Rücklichter des Helms steuern und ähnlich wie bei einem Auto oder Fahrrad blinken.

Durch Betätigen eines Druckknopfes welcher an den Halsbändern angebracht, schaltet man den Helm ein. Zusätzlich kann man die dazugehörige App herunterladen. Das Pairing ging problemlos vonstatten und war innert Sekunden durchgeführt. Wie es mittlerweile Standard ist, wartet danach auch schon das erste Firmware Update. Wenn mir jemand vor ein paar Jahren gesagt hätte, dass ich mal bei einem Helm ein Firmware Update einspielen werde, hätte ich ihn wohl für geistig nicht mehr ganz zurechnungsfähig erklärt😲. Das Update ging aber problemlos innert wenigen Sekunden über die Bühne.

In der App kann man diverse Einstellungen vornehmen. So kann man zum Beispiel die Lichter auf die eigenen Wünsche anpassen. Beim weissen Frontlicht kann man einerseits die Helligkeit einstellen, anderseits – und Achtung jetzt wird es wild – verschiedene Animationen und Muster. Was die Motivation ist zum Animationen abspielen zu lassen, konnte ich jedoch noch nicht nachvollziehen. Das ist aus meiner Sicht eine reine Spielerei und soll wohl einfach die Produktmöglichkeiten aufzeigen. Wer jedoch das cool findet, sollte mal den grossen Bruder „Lumos Matrix“ anschauen (ja, der Name ist Programm…😉).

Mein persönliches Highlight jedoch und eines der Kaufgründe ist die Möglichkeit, dass der Helm ein Bremsen automatisch erkennt und wie beim Auto die Bremslichter an der Hinterseite des Helmes speziell aufleuchten. Das ist grossartig und aus meiner Sicht auch ein echtes Sicherheitsmerkmal, insbesondere wenn man regelmässig im dichten Strassenverkehr unterwegs ist. Unverständlich für mich ist jedoch, dass diese Bremsoption manuell aktiviert werden muss und nicht standardmässig schon eingeschaltet ist. Was ich nicht verstanden habe, ist ob die Funktion auch ohne angebrachte Blinker-Fernsteuerung funktioniert, oder ob diese Voraussetzung ist. Für mich allerdings auch unerheblich, da ich die Blinker-Fernsteuerung sowieso immer angebracht habe.

In der App ist es auch möglich, unterschiedliche Profile zu speichern und diese dann auszuwählen. Da sehe ich den Mehrwert jetzt nicht wirklich. Nachdem ich meine Einstellungen einmal gemacht habe, habe ich die App nie mehr aktiv geöffnet. Theoretisch besteht in der App auch eine Möglichkeit, die Fahrten digital aufzuzeichnen. Dessen Sinn habe ich aber bis heute nicht verstanden. Praktisch hingegen ist die Möglichkeit, dass die App einem aktiv warnt, wenn die Akkuleistung zu Ende geht. Das schöne aber am Lumos Helm ist aber natürlich, dass man den Helm auch genau gleich weiter nutzen kann, auch wenn die Batterie leer ist. Dann ist es halt ein stinknormaler, aber sehr bequemer Helm.

Positiv ist auch, dass es vom Hersteller selbst diverse Videos gibt, welche bei der Inbetriebnahme unterstützen. Anfangs hatte ich etwas Verständnisprobleme, wie ich die Blinker-Fernsteuerung anbringen soll. Da haben die Videos sehr gut unterstützt.

Nutzung

Ich nutze den Helm nun seit rund 3 Wochen fast täglich und bin ein grosser Fan geworden. Es ist das Gesamtpaket, welches ihn einzigartig macht. Er sitzt sehr gut und gibt mir ein Gefühl der Sicherheit. Es sind kleine Details, welche zeigen, dass da jemand mitgedacht hat. So ist innerhalb des Helms eine kleine Ausbuchtung vorhanden, in welcher man die Blinker-Fernsteuerung anbringen kann. Das ist super, damit man diese nicht verliert, was bei der Grösse schnell mal passieren könnte. Und aufgeladen wird sie auch noch gleichzeitig. Auch hat es für Personen mit langen Haaren einen «Haircup-Holder» welcher es ermöglicht, die zusammengebundenen Haare im Helm einzufädeln. Ob das praktisch ist, kann ich nicht beurteilen da ich keine langen Haare habe. Aber wenn ich sehe, was meine Tochter für Kämpfe veranstaltet zwischen Helm und Haaren halte ich es für sinnvoll. Im Vorfeld war ich überzeugt, dass ich auch die Blinker-Fernsteuerung nutzen würde. Auch wenn ich die Funktion als sehr sinnvoll einschätze und auch das Gefühl habe, dass dies zu mehr Sicherheit beitragen könnte, so muss ich gestehen, dass ich den Blinker praktisch kaum nutze. Vielleicht bin ich zu wenig multitaskingfähig, aber wenn ich am Abbiegen bin und sowieso auf den Verkehr achten muss, überfordert es mich, dann gleichzeitig noch die Fernsteuerung zu betätigen.

Übrigens: Alternativ könnte die Blinker-Funktion auch mit der App auf dem Smartphone oder der Apple Watch gemacht werden. Die Option der Apple Watch tönt interessant. Dabei muss man nicht mühsam auf der Watch etwas drücken, sondern hebt einfach den Arm zum Anzeigen, wenn man abbiegen will (so wie das jeder vorbildliche Fahrradfahrer ja macht) und die Uhr sollte das erkennen und auf den Helm übertragen. Da ich keine Apple Watch besitze, konnte ich es allerdings nicht testen.

Die Akkuleistung des Helms überzeugt. In den 3 Wochen musste ich ihn noch nie aufladen. Ich nutze die Beleuchtung aber auch nur morgens. Das Frontlicht ist, wenn es in voller Helligkeit aufgeschaltet ist, sehr stark und stellt mein integriertes E-Bike Licht im wahrsten Sinne des Wortes in den Schatten. Bis jetzt konnte ich das aber noch nicht richtig nutzen, da es zu den Zeiten wo ich unterwegs bin schon einigermassen hell ist. Das wird sich in den nächsten Monaten aber ändern und das Front-Licht könnte auch zu einem gewinnbringenden Faktor werden. Vor allem in der Dunkelheit bringt – wie sagt es der Verkehrspolizist immer wieder zu meinen Kindern – Sichtbarkeit Sicherheit.

Fazit

Ich bin sehr angetan vom Lumos Street Helm. Wie bereits erwähnt ist es das Gesamtpaket, das überzeugt. Der Helm ist sehr angenehm zu tragen – für mich der angenehmste den ich je getragen habe. Und auch die Sicherheitsmerkmale (Bremslicht, Blinker, sehr helles Frontlicht) überzeugen mich. Auch wenn ich bis jetzt erst nur vom Bremslicht aktiv Nutzen ziehe. Ob einem das ungefähr CHF 250.- wert ist, muss jede/r selbst entscheiden. Für mich persönlich ist es das aber wert, da ich täglich in dichtem Verkehr in der Stadt unterwegs bin und um jede Sicherheitsunterstützung froh bin.

Lumos Street
Bequem
Funktional
Auch ohne Akku und Smart-Funktionen noch ein super Helm
100
  1. The Lumos helmets are incredible. I’ve had a Lumos Matrix for a few weeks now. I love it.

    I’ve been riding an electric scooter as my main transportation for over 3 years and I have always worn a bike helmet.

    But I needed the directional signals and brake light functions. It’s not easy to raise your arm for turn signals on a scooter because the body weight and balance is much different than when riding a bike. Many car drivers really hate us scooter riders and they aren’t as courteous with us as they are with bike riders. Unfortunately that’s because there are too many irresponsible people riding scooters these days who give scooter riders a bad reputation.

    There are many fun ways to personalise the rear display and I get a lot of cool comments from people when they see it for the first time.

    As far as tracking your journey, this is useful for people who use their bikes as part of their exercise routines.

    I also don’t have long hair (or any hair!) so I can’t comment on the ponytail space.

    The helmet is very comfortable (I like a tight fit) and I haven’t had a need to add or remove pads from inside.

    I bought my Matrix with the extra MIPS (Multi Impact Protection System) feature for added protection of the brain. I feel much better and safer having this.

    And the customer service people are very, very helpful and always take the time to answer questions.

    I know SFr 300.– is a lot of money for a helmet. And maybe the price will come down in time. But the Lumos helmets are the only ones I’ve found with any of these lights and safety features and protection.

    So I think it’s definitely worth the price. I think it would also make a great birthday or Christmas present, especially because it’s a one size fits all helmet with no need to measure your head.

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