Platform Wars
Platform Wars

Xbox Series X, PS5 oder Gaming-Rechner?

Wieso eigentlich nicht gleich Google Stadia?

Leistung und Grafik

Werfen wir zu Beginn einen Blick auf die Specs der beiden neuen Konsolen sowie zwei Vergleichsetups am PC. Natürlich kann ein High-End-PC für 2000.- und mehr einer 500-Franken-Konsole nicht das Wasser reichen. Jedoch kann man mit einer sehr guten Gaming-Experience auf allen Systemen rechnen, inkl. 4K. Fairerweise muss man auch sagen, dass ein passender 4K-TV für die Konsole in der Regel um einiges mehr kostet als ein 4K-Monitor.

PlayStation 5Xbox Series XHigh-End Gaming PCMidrange Gaming PC
Grafikleistung insg.10,28 TFlops12,14 TFlops29,77 Tflops (RTX 3080)12,90 TFlops (RTX 2060)
RaytracingJaJaJaJa
Framerate (max.)120 FPS120 FPS>120 FPS70-90 FPS
Auflösung4K4K4KQHD
CPU8 Cores/16 Threads @ 3,5 GHz8 Cores/16 Threads @ 3,8 GHz10 Cores/20 Threads @ 3,70 GHz6 Cores/12 Threads @ 3,50 GHz
RAM16 GB GDDR616 GB GDDR632 GB DDR4-3200 + 10GB GDDR6X16 GB DDR4-2666 + 6GB GDDR6
Individuell anpassbar (Leistung, Optik)NeinNeinJaJa

Spieleauswahl und Exklusiv-Titel

Ein K.O.-Kriterium kann die Spieleauswahl bzw. die jeweiligen Exklusiv-Titel einer Plattform sein. Wer Halo liebt kommt kaum an der Xbox vorbei. Wer God of War Fan ist, wird sich eine Playstation holen. Strategie-Spieleliebhaber kommen hingegen naturgemäss eher am PC auf Ihre Kosten. Wobei es am PC wiederum Exclusives der einzelnen Stores wie Steam oder Epic gibt. Viele Titel sind jedoch auf allen gängigen Systemen zu spielen, teilweise erscheint ein Spiel auch exklusiv auf einer Plattform und ist erst später überall spielbar. Die grösste Auswahl overall hat man sicherlich am PC.

Komfort

Mittlerweile ist der Komfortfaktor von PC-Gaming und Konsolen vergleichbar. Spielstände können in der Cloud gesichert werden, Games werden in der Regel heruntergeladen und automatisch installiert. Das dauert, je nach Internetleitung durchaus etwas länger. Wer Updates im dümmsten Moment vermeiden will, könnte mit Cloud-Gaming-Diensten wie Google Stadia gut bedient sein. Hier zockt man nur, alles andere macht die Cloud. Wobei auch hier eine stabile und performante Internetleitung vorausgesetzt ist.

Die unabdingbare Internetverbindung

Ohne Internet geht heutzutage nicht mehr viel. Dieser vielgesagte Satz trifft wohl besonders in diesem Jahr zu und auch immer mehr fürs Gaming. Spiele werden digital gekauft, heruntergeladen und installiert. Splitscreens gehören tendenziell der Vergangenheit an und man zockt online mit oder gegeneinander, sei es mit Freunden oder Fremden.

Was also tun, wenn das Internet viel zu langsam ist? Zuerst sollte man überprüfen, ob die Bandbreite auch effektiv im Haushalt ankommt. Also PC oder Laptop per LAN-Kabel ans Modem anschliessen und einen Speedtest machen. Kommt immer noch (viel) zu wenig, sollte man sich an den Internetanbieter wenden. Wenn aber der Speedtest +/- die abonnierte Bandbreite anzeigt, liegt der Fehler wahrscheinlich im lokalen Heimnetz selber.

TL;DR

  • Wer das Maximum an Leistung will, kauft sich einen High-End-PC, Budget vorausgesetzt.
  • Wer maximale Flexibilität und gute Leistung will, kauft sich einen Midrange-Gaming-PC.
  • Wer ein gutes Erlebnis zu einem überschaubaren Preis will, kauft sich eine der beiden Next-Gen-Konsolen. Welche der beiden ist natürlich Geschmacksache.
  • Wer möglichst viel Komfort mit wenig Wartezeiten (Installationen, Updates) und möglichst überall zocken will, könnte Google Stadia mal ausprobieren.

Newsletter
Abonnieren Sie jetzt unsere Technik-News!